Fragen und Antworten
Was Sie wissen möchten. Ehrlich beantwortet.
Die häufigsten Fragen von Angehörigen, Betroffenen und Kliniken. Rechtsstand September 2026, allgemeine Information ohne Gewähr. Für Ihren Fall rufen Sie uns am besten an.
Allgemein
Intensivpflege und Kosten
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an. Wir erklären es Ihnen lieber am Telefon als in einem Formular.
Was ist außerklinische Intensivpflege?
Die Pflege von Menschen, die rund um die Uhr fachpflegerisch überwacht werden müssen, weil jederzeit eine lebensbedrohliche Situation eintreten kann, außerhalb des Krankenhauses. Häufig geht es um Beatmung oder eine Trachealkanüle. Gesetzliche Grundlage ist § 37c SGB V, die Einzelheiten regelt die AKI-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses.
Wer zahlt die außerklinische Intensivpflege?
Die medizinische Behandlungspflege übernimmt die Krankenkasse, wenn ein dafür zugelassener Arzt sie verordnet. Dazu kommen gesetzliche Zuzahlungen und je nach Wohnform Kosten für Miete, Verpflegung und Grundpflege, für die es Leistungen der Pflegekasse gibt. Wir rechnen Ihren Fall im ersten Gespräch mit Ihnen durch.
Wie beantrage ich Intensivpflege?
Grundlage ist eine ärztliche Verordnung außerklinischer Intensivpflege. Bei beatmeten oder trachealkanülierten Menschen muss vorher ärztlich erhoben werden, ob eine Entwöhnung möglich ist (Potenzialerhebung). Die Verordnung geht an die Krankenkasse, die über die Genehmigung entscheidet. Liegen Sie noch in der Klinik, stößt meist der Sozialdienst das an. Wir begleiten jeden Schritt.
Wann besteht ein Anspruch?
Wenn die ständige Anwesenheit einer geeigneten Pflegefachkraft nötig ist, weil lebensbedrohliche Situationen jederzeit und nicht vorhersehbar eintreten können. Das entscheidet der Arzt mit der Verordnung, die Kasse prüft das.
Wohngemeinschaft oder eigenes Zimmer: was passt?
Das hängt vom Pflegebedarf ab. In der Wohngemeinschaft leben die Menschen gemeinsam, mit Wohnzimmer, Küche und festem Team. Wer schwerer erkrankt ist und ständig eine eigene Fachkraft braucht, bekommt bei uns ein eigenes Zimmer mit 1:1-Pflege. Wir beraten ehrlich, welche Form passt, auch wenn die Antwort ein anderer Anbieter ist.
Was ist eine Potenzialerhebung?
Eine ärztliche Einschätzung, ob ein beatmeter oder trachealkanülierter Mensch von der Beatmung entwöhnt oder die Kanüle entfernt werden kann. Sie ist nach der AKI-Richtlinie vor jeder Verordnung vorgeschrieben, in der Regel alle sechs Monate.
Wie schnell können Sie übernehmen?
Das hängt davon ab, ob ein Zimmer oder ein Team frei ist. Rufen Sie an, wir sagen es Ihnen sofort und reservieren, wenn es passt.
Ist nachts jemand im Haus?
Ja. Die Pflege ist rund um die Uhr besetzt, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Für Fragen und Anfragen erreichen Sie unser Büro Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr unter 030 28665111, außerhalb dieser Zeiten über das Rückruf-Formular oder per E-Mail.
Welche Qualität hat ipas24?
Bei der Regelprüfung des Medizinischen Dienstes 2025 hat ipas24 die Gesamtnote 1,0 bekommen, wie schon 2023.
Wo liegt die Wohngemeinschaft?
In der Dietzgenstraße 28 in 13156 Berlin-Niederschönhausen, Bezirk Pankow. Die Straßenbahn M1 hält vor der Tür, der Schlosspark Schönhausen und der Brosepark sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Intensiv-WG
Fragen zu: Intensiv-WG
17 helle Einzelzimmer in Niederschönhausen, Fachpflege rund um die Uhr, gemeinsame Küche, die M1 vor der Tür.
Was ist eine Intensiv-WG?
Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft: Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer, Küche und Wohnzimmer teilen sich alle. Die Pflege übernimmt ein ambulanter Intensivpflegedienst, bei uns rund um die Uhr. Anders als im Pflegeheim bestimmen die Bewohner ihren Alltag mit.
Wie unterscheidet sich das von einem Pflegeheim?
Die Betreuung ist persönlicher, der Rahmen familiär. Die Bewohner leben in Gemeinschaft, gestalten den Alltag mit und behalten mehr Selbstbestimmung, bekommen aber dieselbe fachliche Intensivpflege.
Kann ich eigene Möbel mitbringen?
Ja. Die Zimmer lassen sich an Ihre Bedürfnisse anpassen. Eigene Möbel, Bilder und Erinnerungsstücke sind ausdrücklich erwünscht.
Wie bekomme ich einen Platz?
Rufen Sie uns an oder fordern Sie einen Rückruf an. Wir sagen Ihnen, ob ein Zimmer frei ist, beraten zur Finanzierung und übernehmen die Überleitung mit der Klinik.
Wer bezahlt die Pflege in der WG?
Die medizinische Behandlungspflege trägt nach ärztlicher Verordnung die Krankenkasse. Miete, Nebenkosten und Verpflegung zahlen die Bewohner selbst, für Grundpflege und Betreuung gibt es Leistungen der Pflegekasse je nach Pflegegrad. Wie das in Ihrem Fall aussieht, rechnen wir im ersten Gespräch mit Ihnen durch.
1:1-Intensivpflege
Fragen zu: 1:1-Intensivpflege
Für schwerere Verläufe: ein eigenes Zimmer bei ipas24 und eine Pflegefachkraft, rund um die Uhr, nur für einen Menschen.
Was bedeutet 1:1-Pflege?
Eine Pflegefachkraft ist während ihres Dienstes ausschließlich für einen Menschen da. Über den Tag betreut ein festes Team im Wechsel, rund um die Uhr.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt die Krankenkasse die außerklinische Intensivpflege nach ärztlicher Verordnung (§ 37c SGB V). Die Details unterscheiden sich im Einzelfall, deshalb klären wir das gemeinsam mit Ihnen und der Kasse.
Welche Rolle spielen Angehörige?
Eine große. Sie kennen den Menschen am besten, sind wichtige Partner für das Pflegeteam und werden in alle Entscheidungen eingebunden.
Wie sichern Sie die Qualität?
Durch qualifizierte Fachkräfte, regelmäßige Fortbildungen im Bereich Intensivpflege, eine laufende Qualitätskontrolle und die enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten.
Außerklinische Beatmung
Fragen zu: Außerklinische Beatmung
Invasive Beatmung über Trachealkanüle, zeitweise oder mehr als 16 Stunden am Tag, mit Fachkräften rund um die Uhr.
Welche Beatmung versorgen Sie?
Wir versorgen invasive Beatmung über eine Trachealkanüle, also einen Zugang durch den Hals in die Luftröhre, zeitweise oder über viele Stunden am Tag. Eine nicht-invasive Beatmung über Maske bieten wir nicht an.
Wird geprüft, ob die Beatmung reduziert werden kann?
Ja. Nach der AKI-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses muss bei beatmeten oder trachealkanülierten Menschen vor jeder Verordnung ärztlich erhoben werden, ob eine Entwöhnung von der Beatmung oder das Entfernen der Kanüle möglich ist (Potenzialerhebung). Wir unterstützen dieses Ziel in der Pflege.
Wer bezahlt die außerklinische Beatmung?
Die Behandlungspflege trägt nach ärztlicher Verordnung die Krankenkasse. Welche Anteile Pflegekasse und Sie selbst tragen, hängt vom Einzelfall ab. Wir klären das mit Ihnen und den Kostenträgern.
Was unterscheidet das von der Beatmung im Krankenhaus?
Der Mensch lebt in seiner gewohnten Umgebung oder in einer Wohngemeinschaft statt auf einer Station. Die Familie ist näher dran, der Alltag persönlicher, die Pflege genauso fachkundig.
Assistenzpflege
Fragen zu: Assistenzpflege
Pflege und Assistenz für Menschen mit Behinderung, finanziert über das LAGeSo Berlin. Wir helfen beim Antrag.
Was ist Assistenzpflege?
Assistenzpflege verbindet Pflege mit Unterstützung im Alltag. Sie richtet sich an Menschen mit Behinderung und soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
Wer bezahlt die Assistenzpflege?
In Berlin läuft die Finanzierung über das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo). Je nach Situation sind auch Kranken- und Pflegekasse beteiligt. Wir klären das im Einzelfall mit Ihnen und helfen beim Antrag.
Können Sie auch Menschen mit Beatmung versorgen?
Ja. Unsere Teams sind auf invasive Beatmung über Trachealkanüle spezialisiert.
Nächster Schritt
Reden wir über Ihre Situation.
Ein Anruf genügt. Wir hören zu, sagen Ihnen offen, was möglich ist, und kümmern uns um die nächsten Schritte, auch mit Klinik und Kasse.
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